Brauchtum lebendig gehalten: 5. Redefiner Schleppjagdausritt

Mit festlichen Parforcehornklängen und zahlreichen Gästen wurde die fünfte Auflage des Schleppjagdausritts zu einem besonderen Herbsterlebnis.

Insgesamt 30 Reiter, darunter die Equipage der Frankenmeute aus Bad Königshofen, gingen am 10. Oktober auf dem Landgestüt Redefin an den Start. Mehr als 70 Gäste begleiteten die Jagdgesellschaft in sechs voll besetzten Kutschen und Kremsern auf ihrer über 20 Kilometer langen Strecke durch die Griese Gegend rund um das Landgestüt Redefin.

Nach dem Stelldichein ab 9:30 Uhr setzte sich die Jagdgesellschaft kurz nach 11 Uhr in Bewegung. Die Route führte von Redefin über Lübbendorf, Ramm und Belsch zurück zum Landgestüt. Unterwegs bot das traditionelle Biwak Gelegenheit für eine gemeinsame Rast.

Angeführt von Master Uwe Hochbrückner und der Equipage um Dr. Armin Kirchdorfer zeigten die Beagles der Frankenmeute ihr Können. Anders als bei historischen Parforcejagden wird bei einer Schleppjagd kein Wild verfolgt. Die Hunde arbeiten ausschließlich auf dem sogenannten Trittsiegel: Sie folgen der flüchtigen Geruchsspur, die das Pferd des vorausreitenden Schleppenlegers im Boden hinterlässt. Künstliche Duftstoffe kommen dabei nicht zum Einsatz. Diese anspruchsvolle Jagdform verlangt den Hunden besondere Spurtreue und Konzentration ab.

Für die musikalische Begleitung sorgte die Parforcehorn-Bläsergruppe Elbetal Lenzen/Dömitz unter Leitung von Frau Jacob.

Gegen 14 Uhr kehrte die Jagdgesellschaft zurück. Vor dem historischen Portal am Alten Paradeplatz bildeten das Halali und die anschließende Curée, die Belohnung der Hunde, den feierlichen Abschluss. Beim gemeinsamen Schüsseltreiben in der historischen Portalhalle ließen Reiter, Gäste und Helfer den Tag ausklingen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Landgestüt Redefin gemeinsam mit dem Förderkreis und dem Reit- und Fahrverein Landgestüt Redefin. Pferde, Kutschen und Kremser stellten das Landgestüt sowie Familie Platzeck aus Alt Schwerin, Gerhard Frank aus Schwartow und Axel Peters aus Pankelow bereit.

Die durchweg positive Resonanz der Reiter, Gäste und Mitwirkenden bestätigt den Erfolg der Veranstaltung. Die Planungen für eine Fortsetzung des Redefiner Schleppjagdausritts im Jahr 2027 laufen bereits.

 


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